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EU-Kommission fordert leisere Handys

Die EU-Kommission will künftig leisere Handys am Markt durchsetzen, um so Hörschäden Handys mit MP3-Funktion entgegenzuwirken. Die Brüsseler Behörde will die Standardeinstellungen bei der Lautstärke dabei auf ein unbedenkliches Maß herabsetzen und fordert eindeutige Warnhinweise über Folgeschäden durch zu lautes Musikhören. Jungen Leuten sei meist nicht bewusst, dass MP3-Player das Gehör schädigen können, wenn sie zu laut laufen. EU-Normen sollen künftig technische Veränderungen durchsetzen, um durch den standardmäßigen Gebrauch von MP3-Playern keine Hörschädigungen hervorzurufen.
Eine geeignete Lautstärke von 80 bis 89 Dezibel gilt laut EU-Kommission als empfehlenswert. Derzeit betragen die Werte bei vielen Geräten allerdings 100 Dezibel und mehr. Zwar soll das Lauterstellen der Musik auch künftig möglich sein, aber mit Warnhinweisen über Risiken aufklären, beispielsweise über Informationen auf dem Bildschirm.
Bis zu zwei Jahre kann es allerdings dauern, bis Änderungsvorschläge der EU-Kommission erarbeitet und umgesetzt werden können.
Rund 10 Millionen Menschen sind von Hörschäden durch tragbare Musikplayer bedroht. Die maximale Lautstärke vieler Geräte liegt bei 115 Dezibel, zum Vergleich: Der Start eines Flugzeugs kommt auf eine Lautstärke von 120 Dezibel.