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Günstiger im Ausland telefonieren: Neues Gesetz ab 1. Juli

Die EU-Kommission hat eine Senkung der Roaming-Gebühren in EU-Ländern festgelegt. Seit 1. Juli 2010 gelten nunmehr neue Höchstsätze für Telefongespräche, die im EU-Ausland geführt werden.

Maximale Verbindungskosten im EU-Ausland festgesetzt

Wer mit seinem deutschen Handy im EU-Ausland Gespräche führt, kann sich pünktlich zur Sommer-Urlaubssaison über günstigere Preise freuen. Abgehende Anrufe vom Mobiltelefon aus dürfen ab sofort nur noch mit maximal 39 Cent pro Minute zu Buche schlagen. Für eingehende Anrufe gilt ein Höchstsatz von 15 Cent pro Minute – jeweils zzgl. Mehrwertsteuer.

Internetnutzung mit Kostenbremse

Auch bei der Internetnutzung im EU-Ausland gelten neue Gesetze. So gibt es nun eine Kostenbremse, die vor übermäßigen Surfgebühren schützen soll. Höchstens 50 Euro pro Monat, zzgl. Mehrwertsteuer für deutsche Handyuser damit 59,90 Euro, sollen für die Internetnutzung per Handy monatlich anfallen. Der Höchstpreis pro Megabyte reduziert sich darüber hinaus von einem Euro auf 80 Cent.

Limit erreicht? Betreiber müssen Warnung aussprechen

Betreiber müssen ihre Kunden informieren, sofern sie sich dem vorgeschriebenen Limit bei der mobilen Internetnutzung nähern – etwa via Email oder SMS. Erst wenn der User sich ausdrücklich mit weiteren Kosten einverstanden erkälrt, bleibt der Internetzugriff auch über die gesteckte Kostengrenze hinaus erhalten. Ansonsten wird die Verbindung bei Erreichen des Monatslimits abgebrochen. Die Kosten-Obergrenze kann von Handy-Nutzern jedoch auf Wunsch auch niedriger oder höher festgelegt werden.

Massive Preissenkung im Vergleich zu 2005

Die neuen Preise liegen 70% unter den Kosten, die noch im Jahr 2005 bei der Verwendung von Mobiltelefonen im EU-Ausland angefallen sind. Seitdem hat die EU-Kommission stufenweise die Gebühren für Roaming per Gesetz gesenkt. Die Brüsseler Behörde ist jedoch nach wie vor der Meinung, die Tarife für die ausländische Nutzung von Mobiltelefonen seien zu hoch.