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Mit dem TelefonEngel auch nach dem Tod erreichbar

Der Tod eines nahe stehenden Menschen ist immer schmerzlich. Der Verstorbene wird sehr vermisst und häufig belasten die Hinterbliebenen Dinge, die noch ungesagt geblieben sind. Vieles wollte man doch noch mitteilen, bevor der geliebte Partner, das Kind oder die Eltern gegangen sind.
Eine Erfindung, die Verbindungen bis ins Jenseits ermöglichen soll, ist der TelefonEngel von Jürgen Bröther. Das Gerät besteht aus einem Handy mit Lautsprecher und einer Stromversorgung. In einem handlichen Paket wird das Telefon dem Toten mit ins Grab gegeben und soll Angehörigen helfen, mit der Trauerbewältigung besser klar zu kommen. Nicht selten ist man daran gehindert, den Friedhof persönlich aufzusuchen, wünscht sich aber dennoch das „Gespräch“ mit dem Verstorbenen. Mit Hilfe des TelefonEngels kann man von jedem Ort der Welt aus die entsprechende Handynummer wählen und nach automatischer Anrufannahme direkt zu dem Toten durchgestellt werden und sprechen – rund um die Uhr. Für viele Hinterbliebenen ist es ein tröstliches Gefühl, wenn sie wissen, dass ihre Stimme direkt in der Nähe des Verstorbenen zu hören ist; vielen gibt das ein Gefühl der Nähe und Verbundenheit, die über den Tod hinaus geht.
Das Telefon bleibt ein Jahr lang im Standby-Betrieb – 200 Stunden Telefongespräche sind möglich. Damit das Klingeln auf dem Friedhof niemanden aufschreckt, ist das Telefon etwa 30 Zentimeter unterhalb der Erdoberfläche installiert. So kann niemand das Handy klingeln oder den Anrufer sprechen hören. Im Grab dagegen ist das Telefonat gut zu hören.