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Telekom entschuldigt sich für Handy-Panne mit Gratis-SMS

Der Protest gegen die Telekom auf den bisher größten Handy-Ausfall in der Mobilfunkgeschichte zieht weiter an. Kritik kam auch aus den Reihen der Bundestagsabgeordneten. Am 21. April war das Handynetz der Telekom in ganz Deutschland für mehr als 4 Stunden außer Betrieb gewesen. Ursache hierfür soll eine Panne bei den Zentralcomputer gewesen sein. Die Untersuchungen über die genauen Gründe dauern derzeit jedoch noch an.
Der größte deutsche Telefonkonzern lehnt jedoch eine Entschädigung der Privatkunden für diese Panne ab – stattdessen sollen T-Mobile Kunden am kommenden Sonntag (26. April) so viele SMS-Nachrichten kostenlos versenden können wie sie wollen – so die Aussage des T-Mobile Deutschland Chefs Georg Pötzl. Dies kommt jedoch vielen Kunden gar nicht zu gute – viele Verträge beinhalten ohnehin Frei-SMS, der Preis für Kurznachrichten liegt darüber hinaus nur bei wenigen Cent.
Die SPD fordert derzeit von der Telekom einen „umfassenden Bericht“ über die Geschehnisse und bezeichnete den Vorfall als „unglaublichen Skandal“. Kritik kam vor allem auf, weil nicht einmal auf den Vorfall seitens der Unternehmensgruppe hingewiesen wurde. Auf der Website war lediglich ein kleiner Hinweis versteckt.
Die Bundesnetzagentur forderte die Telekom unterdessen auf, Informationen und Ursachen bezüglich der Handy-Panne zu liefern. Die Telekom sei nach dem Telekommunikationsgesetz dazu verpflichtet, die technische Ausrüstung immer auf aktuellem Stand zu halten um den Telefonservice gewährleisten zu können. Es müsse nun geprüft werden, inwieweit diese Bestimmungen seitens der Telekom eingehalten worden wären.
Die Telekom teilte mit, dass auch künftig Netzausfälle nicht gänzlich verhindert werden könnten – dies gelte auch für das D2-Netz, so ein Vodafone-Sprecher.